Iformationen
 
Daniel von der L÷wenburg
Übersicht  
  Daniel von der Löwenburg Minne- und Vagantenlieder
  Galerie
  Kontakt
  Gästebuch
  Eine kurze Geschichte des Minnesangs
  Befreundete Gruppen und Empfelungen ( Linkliste )
  Impressum
  Einige Tänze aus dem Hochmittelalter und Renaissance
Eine kurze Geschichte des Minnesangs

Der Minnegesang   

Würdig stellt sich neben die epische Dichtung des Mittelalters seine Lyrik; ähnlich jener tritt sie sofort in zwei verschiedene Richtungen auf; als Volkslied und lyrisches Kunstgedicht Für das erstere bietet indes erst der folgende Zeitraum ergiebigen Stoff. Die Kunstlyrik des zwölften und dreizehnten Jahrhunderts aber begreifen wir unter dem Worte Minnesgesang und bezeichnen die lyrischen Kunstdichter als Minnesinger; denn das Hauptthema des Gesanges ist die Minne, jene dem deutschen Mittelalter eigentümliche Frauenliebe, die in der Verehrung des holden Geschlechtes wurzelt um im Frauendienst, in der hingebenden Huldigung, aufblüht. Darum darf denn das Wort Minne nicht minder auch jene Verehrung, jenen Huldigungsdienst bezeichnen, der nach der Lehre der Kirche den heiligen, insbesonders und in erhöhtem Maße dem heiligen Urbild der Frauen, der Mutter des Herrn, zugewandt werden darf.

Frauendienst war die Losung des Rittertums, und der Minnegesang hat seine Träger fast ausschließlich unter den Ritterbürtigen. Nach Tacitus verehrten schon die alten heidnischen Deutschen in der Frau ein sanctum et providum, ein Heiliges und Ahnungsreiches, das sie einerseits zu der hohen Würde einer Priesterin und Prophetin erheben konnte, auf der anderen Seite aber das Verhältnis des Ehelosen zum weiblichen Geschlechte läuterte und hob, daneben in der Ehe der Frau den ihr geziemenden Rang sicherte. An diesem Verhältnis hatte das Christentum nur wenig geändert; hatte es der Frau Priestertum und Prophetie entzogen, so hatte es doch dafür in der heiligen Jungfrau, der Mutter des Erlösers, das ganze Frauengeschlecht erhoben, hatte das Familienleben und dadurch den stillen, segensreichen Einfluss der Frau gesichert und verdankte vielfach seine Verbreitung und die ihm entgegengetragene Liebe der zarten Sorge gottgeweihter Jungfrauen. Was Grieche und Römer nie oder nur in den seltensten Augenblicken geahnt, das trat in das Bewusstsein der christlichen Völker des Occidents, vor allem aber des deutschen Volkes ein: die Erkenntnis von der Tiefe, der Würde und Innigkeit des weiblichen Gemütes, die Verehrung , zu welcher eine reine, fromm-feuchte Frauenseele wider willen hinreißt, die Huldigung die der sinnigen Wirksamkeit, der zarten Zurückhaltung, der seinen Sitte der Frauen gebührt. Es war, sagt Servinus, eine wohlmeinende Fügung der Vorsehung, dass, als sie die Ordnungen der alten Welt und damit den Seelenadel der alten Männer zerstörte, sie die Frauen aus ihrer Unterordnung heraushob und zur Herrschaft über die Gemüter berief.

Wenn das Rittertum so lange der Verwilderung glücklich entging, so verdankte es dies gewiss vorzüglich dem Einfluss der hochangesehenen Frauen, die gesellschaftliche Formen, Zurückhaltung, Milde und Adel der Besinnung zu erhalten suchten. Die ritterlichen Ordnungen und Gebräuche zeigen, wie der spätere Ritter bereits in seinen Jugendjahren neben den Waffenübungen als einen besonderen Zweig der ritterlichen Wissens auch die Verehrung und den Dienst der edlen Frauen erlernen musst, wie der angehende Ritter am Altare Gottes Achtung und Schutz dem zwar schwächern, aber durch Manneshuld gehobenen Geschlechte gelobte, wie der höchste Preis ritterlicher Tapferkeit von Frauenhand gespendet, wie dagegen auch die Reinheit und Würde der Verehrten durch Waffen und Blut des Ritters gegen jeden Angriff geschützt wurde. So entwickelte sich also hier ein förmlicher Frauenkultus, der sogar in dem Ordensleben einen merkwürdigen Wiederschein ausstrahlte. Mannsklöster stellten sich nicht selten unter Obedienz einer in einem anderen Kloster wohnenden Oberin. Stehen wir hier der Übertreibung schon nahe, so ist es ebenso wenig unbekannt, wie im Laufe des 14. Jahrhunderts, vielfach schon früher, Rittertum, Frauendienst und Hofesleben durch Lächerlichkeiten, Thorheiten und Sittenlosigkeit dem unabwendbaren verfalle die Wege bahnten. Konnte es da dem Minnegesang besser ergehen?

Als das Charakteristische der Minnedichtung hebt Hilmar mit Recht ein Doppeltes hervor: das Jugendliche und Frauenhafte dieser Poesie. Beides gilt freilich nur im großen und ganzen; der Garten des Minnegesangs hat neben den zarten , treu gepflegten Duftblumen auch Pflanzen mit grell gefärbter Blütenglut, zum Teil aus fremden Boden verpflanzt, verwilderte Gewächse mit ätzendem Saft und stachlichen Blätter, Zierblumen mit betäubendem Duft. aber im allgemeinen ist diese Poesie bescheiden wie die heimatliche Blume, jugendlich frisch wie die Viole mit ihren Kindesaugen. Sehnsüchtig folgt das Auge des Jünglings der Minniglichen, bescheiden begnügt der Liebende sich mit dem stummen, sehnsüchtigen Blicke in das Antlitz der Verehrten, ein freundlicher Gruß, ein minnigliches Anlächeln gilt ihm als reicher Habedank; eine schätzenswerte Kunst ist es, den rosenfarbenen Mund, die roten Wangen, die lichten Augen, die weißen Hände im Liede verherrlichen zu dürfen. Das süße Gedenken, die stumme Sehnsucht, die bescheidene und darum zweifellose, alles verklärende Hoffnung, sie begleiten, beschäftigen und trösten den liebenden Sänger. Das ist nicht jene verzehrende, in Begierde verschmachtende, im Feuer zerschmelzende Leidenschaft mit ihrer dämonischen Gewalt, wie Sappho, wie die südlich glühenden Troubadours, wie manche Dichter der Neuzeit sie besungen haben. auch jener trübe Nebel falscher Empfindsamkeit, welcher Werthers und Siegwarts Atmosphäre so schwermütig überzog und noch immer nicht ganz verflogen ist, lag der heitern Zeit des Minnegesanges fern. Dem entspricht die von der Minnedichtung unzertrennbare Naturanschauung.

Der Sänger trauert mit der falb werdenden Linde, mit dem abfallenden Laube, mit den verstummenden und abziehenden Waldvögelein, ihm tut der kalte Schnee und der dürre Reis und der einsame, starrende Winter wehe, und er vergiss nicht, seine Lieder fort und fort damit einzuleiten; ist es ja eben die Folie, die seine Liebesstimmung unterlegt werden soll; sind es ja nur die tausend verworrenen Stimmen der Natur, zu denen die Menschenstimme hell aus jugendlicher Brust den rechten Grundton zu finden sucht. Aber es kommt auch der blühende Mai mit Vogelsang, mit Blumen bunt auf Anger und auf Heiden; da steigen die Ritterbürtigen aus ihren engen Burggemächern ins Tal hernieder, aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern strömt man ins Freie. Auch im Winter, in geschlossenen Räumen wurde getanzt, aber der Tanz wird getreten; nunmehr im Freien, unter der grünen Linde, auf der Heide (Anger), da führt man den Reihen auf, der wird gesprungen, und man nennt ihn Hoppaldei und Kovenanz und Heijerleis; aus dem höfsichen Leben stammt der Schwingefuß, und der krumme Reihe wird gesprungen und gehinkt. Nun darf mit den Knospen des Frühlings auch das Geheimnis der Liebe aufbrechen; für Uneingeweihte aber soll es Geheimnis bleiben: der Minnesinger nennt den Namen der Erwählten im Liede nicht.

Ich möchte mich nicht zum unbedingten Lobredner dieser Minnedichtung aufwerfen. Denn wenn wir bedenken, dass recht oft verehelichte Männer ihre Minnelieder nicht der Gattin, sondern einem andern Weibe, nicht selten einer ebenfalls Verehelichten, widmeten, dann bleibt einer von den beiden Vorwürfen bestehen: entweder diese Minnegefühle und Gesänge waren etwas Gemachtes, Erlogenes, aufs gelindeste gesagt, eine unwürdige Spielerei, oder sie waren geradezu unsittlich, verwerflich. Eins wie das andere mag vorgekommen sein. Die vorzugsweise in Frankreich erscheinenden Minnehöfe könnten auf das Schlimmste hindeuten. Bei unsern deutschen Minnesingern möchte man nicht selten sich für die erste Alternative entscheiden; die sogenannte höhere Minne war wohl oft nichts anderes als eine erwünschte Gelegenheit, der hohen Dame die konventionellen Huldigungen in zierlicher Form zu Füßen zu legen, während die niedere Minne mehr realistsichen Gehalt haben mochte. Dafür spricht auch das Frauenhafte in einem großen Teile der Minnedichtung, welcher Sturm, Flut und Donner der Leidenschaft fern bleiben. Stellt man diese Lieder einfach hin, man dürfte auf die Vermutung kommen, sie seien in einem Frauengemüt entsprossen. Das mag denn auch bei der großen Anzahl von Minneliedern und beider wenig umfangreichen Scala ihrer Töne die ungünstige Meinung einzelner Kritiker erklären.

Als Lied zu Anfang unseres Jahrhunderts mit einer Auswahl von Minnelieder hervortrat, ging Schillers Urteil dahin ; "welch eine Armut an Ideen! Ein Garten,ein Baum, eine Hecke, ein Wald und ein Liebchen! Und die Blumen, die duften, und die Früchte, die reifen, und der Frühling, der kommt, und der Winter, der geht, und nichts, was da bleibt - als die Langeweile. Begreiflicherweise fallen die ästhetischen Urteile Friedrichs des Großen noch einige Oktaven tiefer. Solche Urteile gründen zum Teil in der fremden Sprache dieser Gedichte, zum Teil in einer ganz konträren Geschmacksbildung; sie werden sich unfehlbar bilden, will man den ganzen Stoß der uns erhaltenen Minnelieder nacheinander lesen. Wären alle im vorigen und im laufenden Jahrhundert gedichteten Liebeslieder in eine Sammlung zusammengetragen, wer möchte sich getrauen, sie nacheinander zu lesen, und wenn auch mehr als eine "Laura am Klavier" und eine"Erwartung" darunter wäre? Und dann sind diese Lieder, wenigstens zum größten Teil, auch nicht für den Druck und für das Lesen gedichtet.

Sie wurden gesungen, gesungen unter Begleitung eines Saiteninstrumentes, die einen in der reichen blendenden Versammlung edler Herren und Jungfrauen, an den Höfen kunstliebender Fürsten, in der ersehnten Gegenwart der verherrlichten edlen Frau; die anderen beim muntern Ringeltanz als "Reihen", zum Takte der Füßlein, in immer neuen Strophen, bis dem Spielmann die Saite entzwei bricht, wie es an mehreren Stellen heißt. Zum Singen gehört aber eine klangvolle , singbare Form. Bei den ältesten Minnesingern noch einfach , angelehnt an die Versform des Volksliedes und darum auch im Reim von einer anmutigen Nachlässigkeit, entfalten sich die Strophen bald zu der reichsten Mannigfaltigkeit, zu den kunstvollsten Verschlingungen mit den reinsten und klangreichsten Reimen. Die an den Höfen vorgetragenen Gedichte lieben die dreiteilige Strophe, welche, bald einfach, bald äußerst künstlich verschlungen, zwei kürzere sogenannte Stollen und einen längeren Abgesang hat ( Strophe, Antistrophe, Episode). eine von einem andern Dichter erfundene Weise sich anzueignen, galt als unerlaubt; wer es wagte, wird als "Tönedieb" gescholten. Daraus erklärt sich die große Masse von Weisen. bei den Reigenliedern indes füllen Worte und Reime, Strophe und Rhythmus in äußerst gelungene Weise den Rahmen des Tanzes aus, so dass danach der Hoppaldei, der Troialdei oder der Ridewanz gesprungen werden konnte. Die bald kurzen, bald langen Verszeilen mit ihren kunstvollen Reimgeflechten tönen wie Lerchentriller und Nachtigallenschlag unermüdlich daher. Oft scheint es, als ob der Dichter mit den Schwierigkeiten des Verses und des Reimes seinen Scherz triebe; jedes Wort wird zum Vers, jede Silbe zum Reim. Nicht selten haben die Strophen einen Refrain, der wohl von der ganzen muntern Gesellschaft gesungen wurde; zuweilen ist es eine Jauchzung ( jûwezunge), ein Jodelruf, wie Tandarabei, Faladaritturei, Harba harbalorisa, Datenderlenderlenderlin u. dgl.

Von den verschiedenen Gattungen der Lieder sind folgende zu nennen : Tagelieder, die das Scheiden der Liebenden beim Tagesanbruch schildern, ähnlich wie Wächterlieder; wineliet ist eine sehr alte Bezeichnung für Liebeslied; es kommen ferner bruteliet, hügeliet ( Freudelied ), jageliet vor; das kriusliet ( Kreuzfahrerlied ) vereinigt zuweilen das Andenken an ein zurückgelassenes Lieb mit der himmilschen Minne; das schimpfliet ( Scherzgedicht ) kann bereits ganz der Minne entraten; das ruegliet ( Spottgedicht ) nimmt gern politische Wendung, das Streitgedicht begiebt sich mit Vorliebe auf theologisches Gebiet oder bewegt sich auf und ab in persönlichen Kämpfen. Die Leiche, musikalische Stücke mit variertem Thema, für Einzelgesang bestimmt und von dem Bau der Kantate, sind allerdings in ihrem Inhalte ziemlich beschränkt; es werden vorzüglich nur Brautleiche und Hochzeitleiche erwähnt. Andere Leiche sind religiösen Inhalts. Denn die Minnesinger- Sammlung enthält auch die Perlen der reinen Gottesminne und der zarten Marienminne, auch die Strophen lehrhafter Tendenz von Schildesamt, von Zucht der Jugend, von Eitelkeit des Irdischen, von politischer Klugheit u. dgl. Letztere Gedichte bezeichnen sich selbst als Sprüche. Der Spruch hat gewöhnlich nur eine Strophe und in dieser meistens längere Verse und weniger musikalischen Sang als das Lied; denn der Spruch wird nicht gesungen sondern gesprochen.

Trotz der Masse von Tönen kann man, wenn der einzige Walther von der Vogelweide beiseite gelassen wird, den Minnegesang von einer gewissen Enge des dichterischen Gesichtskreises nicht freisprechen. Haben die Troubadours den Preis des Kriegslebens und der Kreuzfahrten gesungen, so besitzen wir unter den tausenden Liedern der Minnesinger kein eigentliches Kriegslied. Wohl haben wir politische Spruchgedichte genug, aber ausser den Waltherschen keine eigentlich politischen Lieder, von denen die Provence wiederhallte. Und nun erst bei so vielen ritterlichen Zechern und so vielem "Klaret, Pigment, Hippokras und Lauterkrank" ( alles gewürzte Weine) nicht einmal ein echtes Trinklied, woran es doch der Volksdichtung und selbst der Klosterpoesie nicht gebrach. Erzeugte das ewige Singen von Liebe notwendig eine dem Manne wenig geziemende Seelenweichheit, so hatte es dazu noch den doppelten Nachteil, dass es hier zur Erheuchelung der Gefühle, dort geraden Weges zur Unsittlichkeit führte. Denn der Frauendienst des Rittertums achtete häufig die geheiligten Schranken der Ehe nicht; so war es in Frankreich mit seinen Liebeshöfen, als die Gräfin Beatrix von Champagne die Liebe in der Ehe für unmöglich erklärte; so drohte es in Deutschland auch ohne Minnegerichte zu werden, so ist es bei einzelnen Minnesingern geworden.

Die Anfänge der Minnedichtung weisen nach Österreich, dem Lande des Volksgesangs; sie haben volkstümliche Einfachheit, häufig auch noch episches Gewand. Von hier dringt die Poesie nach Bayern vor; da begegnet ihr im letzten Viertel des zwöflten Jahrhunderts, vom Niederrhein kommend, jene mehr aristokratische Kunstdichtung, die von den Provenzalen Geschmack und Regeln übernommen hatte. Dem "Vater des Minnesangs", Heinrich von Beldeke, der vermöge seiner Heimat den natürlichen Vermittler zwischen deutschen und romanischen Elementen abgeben konnte, stieß zuerst das Reis dieser neuen ( "höfischen" ) Kunst auf. Von da ab zeigt sich die Einwirkung des Volksliedes nur noch bei einzelnen Dichtern.

Der Minnesinger trug seine Lieder im Gesange vor, im Gesange pflanzten sich seine Gedichte fort; viele der ritterlichen Genossen - und nicht gerade die schlechtesten Singvögel - waren des Schreibens und des Lesens unerfahren; sogar ein Wolfram von Eschenbach war war dessen "künstelos geblieben, was in den Bücher steht geschrieben"; Ulrich von Lichtenstein konnte das Brieflein der Geliebten erst nach mehrwöchentlicher Aufbewahrung sich vorlesen lassen. Bei einzelnen Dichtern erscheint ein Singerknabe, "Singerlein", dem der Sänger seine Lieder und Leiche lehrte, vielleicht auch wohl zum Niederschreiben diktierte oder den Auftrag gab, der Erwählten minniglichen Gruß, sowie Lieder und Büchlein (Briefe in Versen ) zu überbringen. Die Lieder müssen schon frühe gesammelt sein, wenn auch selten von den Sängern selbst; die Grundlage bildeten Liederbücher fahrender Sänger. Meister Hadlaub erwähnt bereits am Ende des vorzüglich sangesreichen 13. Jahrhunderts die überreiche Sammlung des Rüdiger Manesse, Ratsherrn zu Zürich. Auf diese Notiz gestützt, nannte Bodmer, der erste Herausgeber der Minnesinger, die ihm vorliegende Liederhandschrift von Zürich sehr voreilig den Manessischen Codex. Diese prächtige, mit Miniaturen, Bildern und Wappen der ritterlichen Sänger reich ausgeschmückte Handschrift ist nach Paris gewandert und ein angestauntes Prachtwerk der königlichen Bibliothek geworden. Zwei andere ältere und bessere Handschriften sind durch den Stuttgarter Litterarischen Verein zugänglich gemacht worden: die früher im Kloster Weingarten, jetzt in Stuttgart befindliche ( Weingartner ) Handschrift und die Heidelberger Sammlung.

Die Pariser Liederhandschrift hat an 140 verschiedene Minnesänger vereinigt, von einzelnen allerdings nur wenige Strophen. Dazu fügen die anderen Sammlungen außer den Ergänzungen vieler Dichtungen. Unter den nicht sehr zahlreichen Minnesingern bürgerlichen Standes figuriert merkwürdigerweise auch ein Jude Süßkind - Beweis genug, wie allseitig der Minnegesang gewesen sein muss.

 

 

Phasen des Minnesangs

Vorgeschichte

Bis zum 8. Jh. war die Europäische Literatur des Mittelalters in lateinischer Sprache geschrieben und überwiegend durch geistliche Themen bestimmt. Die meisten Werke standen in der Tradition der antiken Literatur. Erst ab dem 8.Jh. sind vereinzelt auch Aufzeichnungen in deutscher Sprache aufgetreten, jedoch blieb das Latein dominierende Literatursprache, da die Schreibkunst ein Privileg des Klerus war. Erst mit dem Beginn der Stauferzeit (Barbarossa 1152) setzte in Deutschland ein Wandel ein und es entstanden zunehmend Texte in mittelhochdeutscher Sprache. Nun fanden auch weltliche Thematiken Einzug in die Literatur. Impulse für das Aufkommen der volksprachlichen Dichtung war die bereits ein halbes Jahrhundert früher entstandene Trobadorlyrik in Südfrankreich. Diese wiederum ist wahrscheinlich durch die arabische Literatur beeinflusst worden, welche die Europäer im Zuge des ersten Kreuzzuges kennen gelernt hatten. In Anlehnung an Günther Schweikle kann man den Minnesang in sechs Phasen einteilen, ich werde aber im folgenden nur auf die ersten vier, die wichtigsten eingehen und die beiden Spätphasen in einem Punkte abhandeln. Die Einteilung in Phasen dient nur der groben Aufgliederung, im einzelnen können sich die Phasen mehr oder minder stark überschneiden, da eine klare Abgrenzung nicht möglich ist. Ferner werde ich hierbei gelegentlich auch formale und thematische Besonderheiten erläutern.

 

 

Frühphase (1150-1170)

Die erste Phase wird auch donauländischer Minnesang genannt, da die meisten Vertreter dieser Phase aus der Donauregion stammten. Es sind hier zu nennen: Meinloh von Sevelingen, Burggraf von Regensburg sowie Der von Kürenberg. Kennzeichnend für die Frühphase ist u.a.:

- Überwiegend einstrophige Lieder

- Langzeilenstrophen, teilweise mit eingeschobener reimloser Kurzzeile sog. Stegstrophen

- Häufige Verwendung von Halbreimen (z.B. was:sach; hemede:edele). Der Vollreim war noch nicht die Norm.

- Paareim (aabb...)

Sowie thematische Kennzeichen:

- Grundthemen sind Werbung, Sehnsucht, Scheiden, Fremdsein und Verzicht.

- zweipolige Werbelyrik. D.h. dass in den frühen Sängen ein Dialog zwischen dem Werbenden und der Umworbenen stattfand.

 

 

Erste Hochphase, sog. Rheinischer Minnesang (1170-1200)

Den Kern bilden hier Dichter, die am Oberrhein ansässig waren. So macht sich auch die geographische Nähe zu Frankreich durch bestimmte formale und motivliche Einflüsse aus der Trobador und Trouvèrelyrik bemerkbar, insbesondere bei Friedrich von Hausen, welcher als ein früher Vertreter des rheinischen Minnesangs gilt. Weiter Autoren sind Bligger von Steinnach, Bernger von Horheim sowie Rudolf von Fenis. Die meisten dieser Dichter gehörten wahrscheinlich zum weiteren oder engeren Kreis des Stauferhofes. Kennzeichen des rheinischen Minnesangs:

- Mehrsprophigkeit (die Einstrophigkeit tritt zurück)

- Stollenstrophe oder Kanzonenform, neben isometrischen Strophenformen

Die Grundstruktur der Stollenstrophe ist eine prinzipielle Zweiteilung in Aufgesang und Abgesang. Der Aufgesang besteht aus zwei metrisch gleichgebauten (isometrischen) Teilen. Der Abgesang ist dagegen metrisch davon in der Regel unabhängig und frei kombinierbar.

Thematisch wird die Dienstminne zur Hohen Minne ausgestaltet. In den Liedern der Dienstminne steht die Bitte um Annahme eines Dienstes, den der Werbende der Umworbene leisten möchte im Mittelpunkt. Meist bleibt unklar, wie dieser Dienst im einzelnen aussieht, entscheidend dabei ist, dass das männliche lyrische Ich sich durch diese Bitte der frouwe unterordnet. Der Hohe Minne, auf die ich später noch näher eingehen werde, greift das Dienstangebot aber auch andere Formen der Werbung auf und konstruiert so eine totale Unterwerfung des Edelmannes. Die frouwe wird aufgrund ihrer vielbeschworenen guten Eigenschaften wie Schönheit, Klugheit, Güte zu einer ethisch dominierenden Person entrückt. Sowohl der Werbende als auch die Umworbene sind Teil der höfischen Gesellschaft.

Desweiteren werden im rheinischen Minnesang Minne- und Kreuzugthematik kombiniert. Typische Gattungen sind die Hohe-Minne-Klage sowie das Kreuzlied. In der Hohe-Minne-Klage steht die Werbung und mit ihr die Erkenntnis über die Vergeblichkeit des Werbens im Vordergrund. Emotionen und Wunschvorstellungen werden durch das lyrische Ich kundgetan. Beklagt werden die Schwierigkeiten mit der meist anonym bleibender Umworbenen Kontakt aufzunehmen und ihre Abweisungen. Im Kreuzlied oder Kreuzugslied hingegen wird die fiktionale Minnethematik mit einem realhistorischen Kreuzugsmotiv verbunden. Sie schließen sich der generellen Leidthematik des Minnesangs an und sind zumeist gestaltet als Abschiedsklagen. Im Mittelpunkt steht der Entscheidungskonflikt zwischen Minnedienst und Gottesdienst.

 

 

Zweite Hochphase (1190-1220)

Die dritte Phase wird repräsentiert durch Heinrich von Morungen, Reinmar und Hartmann von Aue. Alle drei hatten ebenfalls Beziehungen zum Stauferhof. In dieser Phase spaltet sich das mehr oder minder einheitliche Erscheinungsbild des Minnesangs auf. Jeder Dichter bringt eine unverwechselbare Individualität zutage u.a. durch sein jeweils einmaliges dichterisches Potential. So ist ein Kennzeichen der zweiten Hochphase eine individuell vielfältige Weiterentwicklung des im rheinischen Minnesang erreichten Formstatus mit Stollenstrophe und reinem Reim (Vollreim) sowie inhaltlich die Hohe Minne.

 

 

Höhepunkt und Überwindung (1190-1230)

Die vierte Phase wird dominiert von dem bedeutensten deutschen Lyriker des Mittelalters, Walther von der Vogelweide. Weitere Vertreter sind der bedeutendste Epiker Wolfram von Eschenbach mit seinem kleinen aber gewichtigen lyrischem Werk und wahrscheinlich Gottfried von Straßburg. Auch diese Dichter hatten Beziehungen zum Stauferhof. Walter von der Vogelweide vollendet den Hohen Minnesang und überwindet ihn zugleich durch kritische Reflexion des Minnesangs und der Minne. Er dichtete sowohl Hohen als auch Niederen Minnesang und schrieb parodistische Umdichtungen von Liedern Reinmars, Heinrichs von Morungen und Hartmanns von Aue, außerdem Naturlieder und Minnesprüche. Naturlieder sind thematisch meist durch Jahreszeitenbezüge bestimmt und werden oft metaphorisch für den Gemütszustand des lyrischen Ichs eingesetzt. Minnesprüche sind einstrophige Spruchdichtungen mit Minnethematik.

 

 

Die Spätphasen (1210-1300)

Im weiteren wird die Hohe Minne durch den originellen Dichter Neidhart von Reuental persifliert und parodiert. Er schuf den antihöfischen Minnesang (sog. Gegensang) und karikiert die höfische Hohe Minne in seiner sog. Dörperlyrik, in welcher die Liebesgeschichte in einfache, dörfliche Umgebung getragen wird. Der Protagonist, ein Edelmann, wird nun von Frauen niederen Standes umworben und muss sich oftmals mit geringem Erfolg mit bäuerlichen Nebenbuhlern abplagen. Der edle Ritter wird zu einer tragisch-komischen Figur entrückt. Neidharts teilweise deftige Sprache sowie die offenere Darstellung des Sexuellen verstärken den Widerspruch zum Hohen Minnesang. Nach Neidhart gibt es keine wesentlichen Neuerungen mehr. Vielmehr beherrschen die Dichter die Vielzahl der in den früheren Phasen entwickelten formalen und poetischen Mittel und legen mit Hilfe von Kombination und Neuakzentuierung der thematischen und motivlichen begrenzten Mittel eine erstaunliche Vielfalt zutage. Es zählen ca. 90 Vertreter zur Spätphase u.a. Hadloub und Konrad von Würzburg.

 

  EROTISCHER MINNESANG
Von subtiler Zärtlichkeit bis hin zum zupackenden Sex
von Dr. Lothar Jahn

Dass die Liebe auch Erfüllung zu bieten hat, selbst wenn es heimlich geschieht, das machte Walther in seinen "Mädchenliedern" deutlich, die deshalb auch von Traditionalisten seiner Zeit trotz ihrer schlichten Schönheit vehement abgelehnt wurden. Das bekannteste und zarteste dieser Werke, die von den Freuden der erfüllten Liebe singen, ist "Unter der Linde". Hier berichtet ein Mädchen nicht ohne Stolz von der Begegnung mit dem Geliebten im Freien - auch, dass dabei nicht nur Händchen gehalten wurden, wird nicht verheimlicht, wenngleich das bei Walther in der gebotenen Zurückhaltung zur Sprache kommt.

Zur Vertonung wird meist das Troubadourlied "En mai..." gewählt, eine ganz einfache Melodie, die um den Ton a kreist, und doch einen merkwürdigen Zauber hat. Allerdings verströmt diese Melodie eine unüberhörbare Melancholie, die das Unwiederbringliche, Vergangene des zärtlichen Augenblicks zum Ausdruck bringt. Räkel sieht in dem Lied eine Gegen-Utopie zu den Dogmen des Minnesangs wie Dienst, Dauer und Entsagung: eine von allen gesellschaftlichen Zwängen und Konventionen losgelöste Erfüllung der Liebe im zärtlichen Augenblick. - eine Erfahrung, wie sie bis heute nur in wenigen Momenten unter den Bedingungen der Heimlichkeit möglich ist.

Der Autor Horst Stern beschreibt in seinem Buch "Mann aus Apulien" (Verlag Jahr 0.0) eine fiktive Begegnung zwischen Walther von der Vogelweide und seinem späten Dienstherren und Lehensgeber, den wissenschaftlich hoch interessierten Stauferkaiser Friedrich II. Friedrich kritisiert dabei Walthers Lied unter naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten kritisiert: Wer die Erscheinungen der Liebe offen benenne, müsse auch die Erscheinungen der Natur genau schildern. Der Baum der Heide sei die Birke, nicht die Linde. Blumen und Gras gehörten, wenn sie gemeinsam ein Bettstatt bilden sollen, auf die Wiese, nicht auf die Heide - die lilafarbene Erika hätte "dem nackten Hintern Eurer schönen Fräuleins ganz andere Laute als solche der Liebe herausgekitzelt". Aue und Heide gehörten ohnehin nicht zusammen, die eine sei trocken, die andere nass. Auch der Vogel sei falsch gewählt: nicht die Nachtigall, sondern die Lerche sei auf der Heide zuhause. Er endete laut Stern aber versöhnlich: "Doch sei die Sache, wie sie sei, ob Aue oder Heide, so grüß ich doch mit Tandaradei den Herrn der Vogelweide!"

Was Walther zart, aber trotzdem deutlich andeutet, wird in den "Carmina Burana" deutlich angesprochen. Die Carmina sind eine Liedersammlung aus dem 13. Jahrhundert, in der sich auch echte Minnelieder finden, vor allem aber viele eher volkstümliche Lieder der herumziehenden Spielleute und Vaganten. Charakteristisch für die meisten Gesänge aus den Carmina ist die Mischung zwischen Mittelhochdeutsch und sogenanntem Küchenlatein, einer trivialisierten Abart der lateinischen Sprache, die damals vielerorts verstanden wurde. Die Musik, wie wir sie von Carl Orffs Fassung der alten Texte kennen, hat übrigens nichts mit den in rudimentäter Notation überlieferten Originalmusik zu tun.

Das folgende Lied aus den Carmina liest sich wie eine derbe und entzauberte Variation von Walther von der Vogelweides oben vorgestelltem Lied "Unter der Linde". Wieder geht es um erotische Kontakte unter der Linde, doch diesmal wird das sexuell fordernde Verhalten des Mannes und sein anschließendes Verschwinden auf Nimmerwiedersehen mit beißender Kritik bedacht. Von Walther auch interessant ist "Si wundervol gemachet wîp". Hier beschreibt er die Frau, dieses Wunder der Schöpfung, in den leuchtendsten Farben, arbeitet sich über Gesicht und Hals über Fuß und Wade langsam bis zur Mitte vor. Er verhehlt nicht, dass ihm der Anblick dessen, was sonst versteckt ist, bei einer heimlichen Beobachtung der Angebeteten beim Bade, am meisten entzückt.

Ulrich von Liechtenstein schrieb ein kunstvolles Lied über die Farben des Sommers, das in einem poetischen Lobpreis der geschlechtlichen Vereinigung mündete. Auch hier ist Walthers Vorstellung der gegenseitigen Liebe als Leitgedanke lebendig. Doch bei dieser für den traditionellen Minnesang ja eher unüblichen Thematisierung der Minne als "Freudenspiel", die wirklich ihr "Ziel" erreicht, schimmert an so mancher Stelle das erduldete Leid, die Anstrengung und Entsagung des Minnedienstes durch die Verse hindurch. Am Ende soll ihr "vielhitzeroter Mund", der von der Liebe wund wird - ein wunderbares Bild - beiden Erlösung, ja "Gesundheit" bringen. Dafür bricht der versierte Dichter sogar aus der Form aus und hängt eine zusätzliche Zeile an die letzte Strophe. Vielleicht ist das Lied aber auch nur die sehnsuchtsvolle Fantasie des erfolglosen Ritters, der in der Einsamkeit einer blühenden Sommerwiese von der Erfüllung seiner Träume fabuliert? Bei der Vorstellung von Neidhart von Reuental wurde bereits gezeigt, wie man sich der Stereotype des Minnesangs bedienen kann, um sie im neuen Kontext in überraschende, verblüffende Wendungen von unerwarteter Komik zu überführen. In einem Lied geht er auch erotisch ins Detail: Er wendet eine Minneklage über eine undankbare Herrin in die detailreiche Schilderung der Beobachtung, wie ein Rivale - ein Rittersmann aus Wien - sich an die Angebetete heranmacht. Versteckt im Unterholz muss er mit anhören, wie die Dame seines Herzens ihren Rittersmann anfeuert: "Beweg nur deinen Hürzel Bürzel tüchtig, dann macht der Gimpel Gempel alles richtig!" Das Lied endet - übrigens aus dem üblichen Vers- und Strophenmaß ausbrechend - mit einem erlösenden "Hurra - oh ja - wer kommt denn da!" der durch Gimpel Gempel und Hürzel Bürzel offenbar sehr zufriedengestellten edlen Dame. eindeutig-zweideutig formuliert auch Wizlaw von Rügen in zweien seiner Minnelieder: In "Wolan Herr Meije" beschreibt eine eitle, aber sehr hübsche Herrin, die er aufs Artigste lobt, bis er dann endlich zur Sache kommt: "Ach, wenn ich sie nur hätt' endlich in meinem Bett".  Er macht unverblümt klar, dass sie dort die allerhöchsten Wonnen erleben würde. Auch sein Winterlied "Meije schoene" geht in diese Richtung. Der Minnesänger beklagt, dass die Nächte kalt sind und die Frauen geschlossene Kleider tragen. Ach, käme doch der Mai zurück. Nur eins hat der Winter zu bieten: Herrlich lange Nächte, die sich zu zweit genießen lasse Fahrende Sänger wie Gedrut und Der Kol von Niunzen schufen gar eine Art "Gegengesang", mit dem sie die Kunst der höfischen Sänger der öffentlichen Belustigung aussetzten. Der edle Minnedienst und das feine Auftritten der hohen Herren wurden mit derben, handfesten, oft natürlich auch obszönen Strophen gekontert. Hier als kurzes Beispiel ein Gedicht des Kol von Niunzen, das mit den Erwartungen des Publikums spielt! Was vermeintlich anzüglich beginnt, wird in harmlose Schwärmereien in Minnesänger-Manier überführt.


 Quelle :Wilhelm Lindemanns: Geschichte der deutschen Literatur. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg i. B.1887             
                 

 

 

 

 

Mein Instrumentarium  
  Ich spiele Lautenharfe (22 Saiten) mit "ein Finger Begleitung" sowie Panflötete und Hu Lu Si Flöte( Bordunflöte) und Okarina ("normal" G und Sopran D)  
Facebook Like-Button  
   
Marktherold  
  Als Marktherold rufe ich das Volk zu Spiel Spass und Musik zusammen, verküde die Zeit des Turniers und was sonst noch wichtig fürŽs Volk zu erfahren ist.  
Meine Preise  
  Mein Preis ist 200.-Eur.(VB) pro Tag ggf zzgl. Anreise und falls nötig Unterkunft (ab April auch gerne im Lager/ (Zelt (eigenes vorhanden)) , bei freier Verpflegung(vegetarisch) (Essen und Trinken) .  
Kontakt  
  Falls Sie nähere Informationen wünschen kontaktieren Sie mich bitte mit Ihrer Email Adresse und/oder Telefonnummer, über das Kontaktformular oder per E- Mail unter: danildrag@yahoo.de. ich werde mich schnellstmöglichst bei Ihnen melden. Selbstverständlich können Sie mich auch in der Zeit von 10: 30 - 21:30h Mo-Sa anrufen unter der Rufnummer 0160/ 99 702401(diese Rufnummer ist nicht für Werbeanrufe eingerichtet) .